Picos de Europa Seen: Dein Guide für stressfreie Wanderungen

Wanderwegschild weist den Weg zum Refugio de Aliva und Espinama in den **Lagos de Covadonga**. Grüne Hügel und zerklüftete Berge unter blauem Himmel.

Geschrieben von

Inga Bär

Veröffentlicht am

11. Apr. 2026

Inhaltsverzeichnis

Die hochgelegenen Seen in den Picos de Europa sind einer dieser Orte, an denen Natur und Aktivurlaub wirklich zusammenpassen: klare Gletscherlandschaft, kurze bis mittlere Wanderungen und eine Logistik, die mit etwas Planung erstaunlich entspannt bleibt. Ich zeige dir, was die Gegend landschaftlich so besonders macht, wie du 2026 hinkommst, welche Tour sich für wen lohnt und was du vor Ort besser einplanen solltest.

Die wichtigsten Punkte für einen entspannten Besuch

  • Enol und Ercina sind die zentralen Gletscherseen, der Bricial zeigt sich nur saisonal oder bei viel Wasser.
  • 2026 ist die Zufahrt mit dem Privatwagen an vielen Spitzenzeiten eingeschränkt, besonders vom 1. Juni bis 18. Oktober.
  • Für den ersten Besuch reicht oft die kurze Runde mit 3 km und etwa 1 Stunde; die längere Runde dauert rund 2,5 Stunden.
  • Der Shuttle fährt in der Regel im 30-Minuten-Takt; Erwachsene zahlen für die Fahrt zu den Seen 9 €, nur bis Covadonga 1,55 €.
  • Wetter, Nebel und gutes Schuhwerk sind hier wichtiger als perfekte Fotozeiten.
  • Wer mehr als nur Aussicht will, kombiniert den Besuch mit einer leichten Wanderung oder dem Heiligtum von Covadonga.

Was die Hochgebirgsseen in den Picos so besonders macht

Ich mag an dieser Landschaft vor allem, dass sie nicht aus einem einzigen Effekt lebt. Die Seen liegen auf über 1.000 Metern Höhe, sind glazial entstanden und wirken trotzdem nicht streng oder abweisend, sondern offen: Weiden, Kalkfelsen, Nebelbänder und die langsame Bewegung des Viehs geben dem Ort eine fast ruhige, pastorale Seite. Genau das unterscheidet ihn von vielen klassischen Bergkulissen, die nur spektakulär sein wollen.

Im Kern sind es zwei Seen, Enol und Ercina, dazu kommt der Bricial, der sich nicht jeden Tag zeigt und eher als saisonales oder wasserreiches Zusatzmotiv gilt. Für Naturreisende ist das interessant, weil sich hier Geologie, Hochalm und Wanderlandschaft sauber überlagern. Das ist kein Ort für Hektik, sondern einer für Menschen, die eine klare Route, echte Aussicht und ein gutes Zeitfenster suchen.

Wenn du die Gegend nur als Postkartenmotiv betrachtest, verpasst du den eigentlichen Reiz. Spannend wird es erst, wenn man merkt, wie stark das Gelände die Wege, die Tierwelt und auch die Blickachsen formt. Und genau deshalb lohnt sich im nächsten Schritt die Frage, wie du 2026 am sinnvollsten anreist.

Majestätische Berge bei Lagos de Covadonga unter blauem Himmel mit leichten Wolken. Felsige Hänge mit grüner Vegetation.

So kommst du 2026 ohne Stress hin

Die einzige private Zufahrt läuft über die CO-4, aber in der Praxis ist das nicht die einfachste Lösung. Laut Turismo Asturias gelten 2026 an vielen Spitzenzeiten Sperren für private Fahrzeuge, vor allem rund um Ostern, an einigen Mai-Wochenenden und dann sehr deutlich vom 1. Juni bis 18. Oktober, ergänzt um einzelne Tage im Herbst und zum Jahresende. Wer an einem dieser Tage spontan fährt, riskiert unnötige Wartezeit oder muss umplanen.

Ich würde den Shuttle fast immer als Standardlösung sehen. Er fährt zwischen Cangas de Onís und Covadonga sowie weiter zu den Seen in der Regel im 30-Minuten-Takt. Für die reine Strecke bis Covadonga kostet das Ticket 1,55 €, für die Fahrt bis zu den Seen 9 € für Erwachsene. Dazu kommen mehrere Parkplätze entlang der Strecke, die zwar praktisch sind, an starken Tagen aber schnell voll werden können.

Mein pragmatischer Rat: früh ankommen, den Tag nicht auf Kante planen und die Anreise nicht als Nebensache behandeln. Gerade an Wochenenden und in Ferienzeiten frisst ein schlechter Start den schönsten Naturtag auf. Sobald die Logistik sitzt, entscheidet nur noch eine Frage wirklich über die Qualität des Ausflugs: Wie viel möchtest du laufen?

Welche Route ich für den ersten Besuch wählen würde

Für mich ist die beste Tour nicht die längste, sondern die, die zu deiner Kondition, zur Sicht und zum Tageslicht passt. Das spanische Umweltministerium führt für das Gebiet mehrere markierte Wege, und drei davon sind für die Seen besonders relevant. Die kurze Seenrunde ist ideal, wenn du die Landschaft entspannt erleben willst; die längere Runde lohnt sich, wenn du den Ort wirklich lesen möchtest, nicht nur fotografieren.

Route Länge Dauer Schwierigkeit Wofür sie gut ist
Runde um die Seen, kurz 3 km ca. 1 Stunde Baja Erster Besuch, Familien, entspannter Fotostopp, wenig Zeit
Runde um die Seen, komplett 5 km ca. 2,5 Stunden Baja Die komplette Landschaft mit Besucherzentrum, Minen, Mirador und Waldstücken
Buferrera–Ordiales 10,2 km einfach, 20,4 km hin und zurück ca. 3 h 40 min einfach, 6 h 30 min gesamt Media Längere Bergtour mit mehr Höhenmetern und deutlich alpinerem Charakter
Demués–Los Lagos 10,1 km einfach, 20,2 km hin und zurück ca. 3 h 20 min einfach, 6 h 20 min gesamt Baja, zurück mittel Ruhigere Anstiegsvariante, wenn du den Weg statt nur den Zielpunkt erleben willst

Ich selbst würde für den ersten Besuch fast immer die komplette 5-Kilometer-Runde nehmen. Sie ist immer noch leicht, aber deutlich kompletter, weil du nicht nur an zwei Seen vorbeigehst, sondern auch Mirador del Príncipe, die alten Minen von Buferrera, den Bereich um Entrelagos und die Vega de Enol mitnimmst. Die kurze Runde ist gut, wenn du mit Kindern unterwegs bist oder an einem Tag noch Covadonga und Cangas de Onís einbauen willst. Die längere Bergtour würde ich nur bei stabiler Sicht machen, denn Nebel ist dort kein Randthema, sondern ein echter Faktor.

Genau deshalb hilft es, die nächste Frage nicht romantisch, sondern praktisch zu stellen: Wann lohnt sich der Besuch am meisten und wie viel Wetterrisiko ist vernünftig?

Die beste Reisezeit hängt davon ab, was du dort erleben willst

Es gibt nicht den einen perfekten Monat. Wer klare Bergluft, weniger Betrieb und gute Fotobedingungen sucht, fährt anders als jemand, der grüne Wiesen und viele Wasserflächen sehen will. Frühling und früher Sommer bringen oft die stärksten Kontraste: sattes Grün, Kühe auf den Weiden und mit etwas Glück den Bricial. Der Preis dafür ist ein wechselhafteres Wetterfenster.

Im Sommer ist alles am leichtesten zugänglich, aber eben auch am vollsten. Wer nur einen Tag hat, ist dann mit frühem Start gut beraten. Herbst ist für mich der unterschätzte Zeitraum: ruhiger, oft klarer und atmosphärisch sehr stark, wenn der Himmel mitspielt. Der Winter kann eindrucksvoll sein, aber dann sollte man die Straßenlage, Kälte und Tageslänge ernst nehmen und nicht auf gut Glück losfahren.

Wenn du mich nach einem vernünftigen Kompromiss fragst, würde ich Ende Frühling, September oder frühen Oktober bevorzugen. Da bekommst du meist noch genug Licht für eine Wanderung, aber weniger Menschen als in der klassischen Hochsaison. Als Nächstes geht es deshalb um etwas Unspektakuläres, das vor Ort jedoch den Unterschied macht: die richtige Ausrüstung und die wichtigsten Regeln.

Mit der richtigen Ausrüstung wird der Tag deutlich entspannter

Der Park ist kein Ort, an dem man mit halblustigem Stadtgepäck improvisieren sollte. Das Gelände kann schnell wechseln, und selbst leichte Wege werden bei Nässe oder Nebel zäher als erwartet. Ich packe dort immer feste Schuhe mit gutem Profil, eine leichte Regenjacke, eine zusätzliche warme Schicht, Wasser, etwas Proviant und eine Offline-Karte ein. Für die Übergangszeit sind dünne Handschuhe oder ein Buff oft sinnvoller als ein zweites Paar Socken.

Wichtig ist auch die Haltung vor Ort. Das spanische Umweltministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass Baden in Seen und Wasserläufen grundsätzlich verboten ist. Ebenso selbstverständlich, aber oft missachtet: auf den markierten Wegen bleiben, nicht über Wiesen abkürzen, kein Müll liegen lassen und Tiere nicht bedrängen. Das klingt banal, ist hier aber nicht bloß Etikette, sondern Teil des Schutzkonzepts für eine stark frequentierte Hochgebirgszone.

Ich würde zusätzlich immer etwas Puffer einplanen. Nebel, Wind und einzelne Verkehrssperren sind keine Ausnahme, sondern normal genug, um den Tagesplan zu beeinflussen. Wer das akzeptiert, erlebt die Gegend entspannter und sieht am Ende meist mehr, nicht weniger.

Wie du den Ausflug mit Covadonga und mehr Aktivurlaub gut kombinierst

Der große Vorteil dieser Gegend ist, dass sie sich nicht auf einen einzigen Programmpunkt reduziert. Ein halber Tag reicht für die Seenrunde, den restlichen Tag kannst du für das Heiligtum von Covadonga, Cangas de Onís oder eine ruhigere Einkehr nutzen. Wer Natur und Kultur zusammen sehen möchte, bekommt hier eine selten gute Mischung: erst Hochgebirge, dann Pilger- und Landschaftsraum mit völlig anderer Stimmung.

Wenn du mehr Aktivurlaub willst, würde ich den Tag so staffeln: morgens die Seen, mittags eine Pause im Tal und am nächsten Tag eine längere Tour wie die Ruta del Cares oder eine andere Bergwanderung in den Picos de Europa. Für Familien oder gemütliche Reisende funktioniert auch die Kombination aus kurzer Seenrunde und Aussichtspunkten rund um Covadonga sehr gut. Der Punkt ist immer derselbe: lieber ein sauber geplanter Tag als ein überladener.

Genau darin liegt für mich der Reiz der Region. Sie ist nicht nur schön, sondern gut kombinierbar, wenn man den Takt des Gebirges respektiert und nicht versucht, alles in einen zu dichten Plan zu pressen.

So wird aus dem Ausflug mehr als nur ein schönes Foto

Wenn ich heute dorthin fahren würde, würde ich sehr früh starten, die Wetterlage ernst nehmen und den längeren Weg nur dann wählen, wenn die Sicht stabil ist. Der häufigste Fehler ist nicht mangelnde Fitness, sondern ein zu voller Zeitplan für einen Ort, der sich durch Licht, Nebel und Besucherandrang mehrmals am Tag verändert.

  • Bei unsicherem Wetter würde ich die kurze Seenrunde nehmen und den Rest des Tages im Tal lassen.
  • Bei guter Sicht würde ich die komplette Runde gehen und den Mirador del Príncipe nicht auslassen.
  • Bei wenig Zeit würde ich lieber sauber parken, ruhig gehen und einen Teil des Tages für Covadonga reservieren.

So bleibt der Besuch der Seen von Covadonga nicht bei einem schnellen Stopp stehen, sondern wird zu einem klaren Naturtag in den Picos de Europa, der im Kopf bleibt, weil er gut geplant und nicht überfrachtet war.

Häufig gestellte Fragen

Die Zufahrt mit dem Privatwagen ist 2026 vom 1. Juni bis 18. Oktober sowie an Ostern und einigen Mai-Wochenenden eingeschränkt. Nutzen Sie am besten den Shuttlebus von Cangas de Onís oder Covadonga, der alle 30 Minuten fährt.

Es gibt eine kurze Seenrunde (3 km, ca. 1 Std.) und eine komplette Runde (5 km, ca. 2,5 Std.). Für den ersten Besuch empfehle ich die komplette 5 km Runde, um alle Highlights wie Mirador del Príncipe und die alten Minen zu erleben.

Die Fahrt zu den Seen kostet 9 € für Erwachsene. Nur bis Covadonga sind es 1,55 €. Es gibt Parkplätze entlang der Strecke, die an besucherstarken Tagen jedoch schnell voll sein können. Frühzeitige Anreise ist ratsam.

Es gibt nicht die eine beste Zeit. Frühling/Frühsommer bieten starke Kontraste, Sommer ist am vollsten. Herbst (September/Anfang Oktober) ist oft ruhiger, klarer und atmosphärisch. Winter ist beeindruckend, erfordert aber gute Planung.

Feste Schuhe mit gutem Profil, eine leichte Regenjacke, eine zusätzliche warme Schicht, Wasser, Proviant und eine Offline-Karte sind unerlässlich. Denken Sie daran, dass das Baden in den Seen verboten ist und bleiben Sie auf den markierten Wegen.

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Inga Bär

Inga Bär

Nazywam się Inga Bär und seit 5 lat beschäftige ich mich leidenschaftlich mit der Kultur, Natur und den Reisezielen Spaniens. Mein Interesse an diesem faszinierenden Land begann während eines Studienaufenthalts, als ich die Vielfalt der spanischen Traditionen und die atemberaubenden Landschaften entdeckte. In meinen Texten möchte ich die Schönheit Spaniens und die reiche Geschichte, die in jedem Winkel des Landes verborgen ist, näherbringen. Besonders wichtig ist mir, den Lesern die verschiedenen Facetten der spanischen Kultur zu vermitteln und ihnen zu helfen, authentische Erfahrungen während ihrer Reisen zu sammeln. Ich hoffe, dass meine Artikel nicht nur informieren, sondern auch inspirieren, Spanien auf eine neue und tiefere Weise zu erleben.

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