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28. Nov 2018 Comments (0) Views: 86 Slider

Zeitensprünge auf La Palma – 6 Orte, die man erleben muss

Vielleicht ist La Palma eine Art Fenster in die Zeit. Denn die gesamte Insel ist seit 2004 Welt-biosphärenreservat und sogar die Klarheit der Nächte steht hier unter Schutz. Von dieser Fensterbank aus blickt man in die Zeit der Entwicklung der Inselwälder, des Alltags der Ureinwohner und in die Zeit kurz nach dem Urknall. In kleinen Bergdörfern ist sie auch einfach stehengeblieben, die Zeit. An diesen sechs Orten der Insel sind solche Zeitenblicke zu erhaschen.

Der Nationalpark Caldera de Taburiente

In diesen immensen Kessel vulkanischen Ursprungs hinabzusteigen ist ein Erlebnis, weil sich hier ganz unbekümmert die Fauna herumtreibt und man als Wanderer zum Beispiel an einem kunterbunten Wasserfall vorbeikommt. Manchmal trifft man auch ein paar einheimische Wanderlustige, die sich mittels Hirtensprung (salto del pastor) durch das teilweise schwierige Gelände bewegen. An etwa vier Meter hohen Lanzen überwinden die Männer bis zu sieben Meter Höhe mit einem Sprung. So haben es die palmerischen Hirten einst gemacht und vor ihnen die Urbevölkerung der Benahoariter.

                                                   (C)JJSantos

Die Vulkanroute

Im Süden der Insel verläuft eine nord-südliche Wanderroute entlang einer Kette von kleineren Kratern – die Cumbre Vieja. Der Höhenrücken ist Resultat des jüngsten Vulkanismus auf La Palma und beeindruckt mit seinen Lavafeldern, Schlackenkegeln, den Kratern und Kiefernwäldern. Mit Glück erlebt man das Wetterphänomen der Wolkenkaskaden: Wolken steigen auf der Ostseite auf und fallen im Westen des Höhenkamms wie ein Wasserfall herunter.

Die Salinen

Am südlichen Ende der Höhenkette liegt der Ort Fuencaliente mit seinen Salinen. Hier wird noch auf traditionelle Weise und per Hand Salz aus dem Meer gewonnen. Die Salzgärten sind ein besonderer Anblick mit ihren scharfen Kontrasten, den rasterartig geordneten schwarzen Lavasteinbecken, den grell weißen Salzflächen und tiefblauem Meer. Im Besucherzentrum mit Restaurant lernt man mehr über das alte Salzhandwerk.

                                                    (C)P.Espantaleón

Der Strand von Nogales

Sein Sand ist schwarz und fein, die Steilküste etwa 200 Meter hoch. Imposant und lebensgefährlich ist es hier. Denn ins Wasser trauen sich höchstens einige Surfer, ob der heftigen Brandung und der starken Unterströmungen. Aber es ist einfach der schönste wilde Strand der ganzen Insel.

 Das Observatorium des Roque de los Muchachos

Wie eine Mondstation wirken die Gebäude des Observatoriums auf 2400 Meter Höhe. Und in gewisser Weise sind sie tatsächlich ein Außenposten zur Erschließung neuen Geländes: Hier schauen Wissenschaftler zurück in die Entstehung der ersten Galaxien und Sterne dank des größten Spiegelteleskops der Welt. In geführten Gruppen kann man tagsüber Einblick in die Forscherwelt nehmen.

(C)Saul Santos

Der Lorbeerwald Los Tilos

 Ein wirklicher Nebelwald kann der Bosque de los Tilos sein, aber nicht nur die Luft ist feucht, sondern durch die Felsen fließen auch Quellen und Kanäle durch zahlreiche Tunnel. Es überkommt einen ein tiefes Urwaldgefühl, durchstreift man diesen Wald – ein Erbe des Tertiärs – von Stinklorbeer (span. Til), Kanaren-Lorbeer, wurzelndem Kettenfarn, Flechten und Moosen.

 

 

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