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12. Jun 2018 Comments (0) Views: 1190 Kunst, MENSCHEN, Regionen, Slider, Themen, ZIELE

Ode an die Nacht- und Landschaftsfotografie: ein Interview mit Javier Martínez Morán

Javier Martínez Morán begann autodidaktisch mit der Fotografie zu experimentieren, als er sich für seinen 22. Geburtstag seine erste Kamera kaufte. Dank der Fotografie kann der gelernte Architekt seine drei Leidenschaften vereinen: in die Berge zu fahren, Sterne zu beobachten und diese Momente mit seiner Kamera festzuhalten.

 

Was inspiriert Dich? Wonach suchst Du, wenn Du fotografierst?

Ich mag vor allem die Landschaftsfotografie. Wenn ich hinausfahre und in die Landschaft eintauche, kann ich mich entspannen und alle Probleme vergessen. Wenn man an einem einzigartigen Ort in der Natur ist, mit einem magischen Licht über der Landschaft, fühlt man sich ganz im Hier und Jetzt – nichts anderes zählt in diesem Moment. Die Möglichkeit, diese magischen Momente – oder wenigstens ein Teil von ihnen – einzufangen und mit nach Hause zu nehmen, um sie dann nachzuerleben, so oft man möchte, ist unbezahlbar. Und darüber hinaus kann man auch die Menschen begeistern, die sich die Fotos ansehen – und in ihnen die Lust und Sehnsucht wecken, die Szene auf dem Motiv ebenfalls zu erleben.

Sierra de Gredos – Ávila

 

Findest Du Deine Bildmotive zufällig beim Reisen oder reist Du ganz bewusst an bestimmte Orte, um konkrete Motive zu fotografieren?

Viele meiner Fotos sind das Ergebnis einer langen und minutiösen Planung: Man muss ganz konkrete Plätze finden, muss wissen, wann und wo die Sonne auf- und untergeht, die Position der Milchstraße kennen, die genauen Uhrzeiten, die passenden Wolkenformationen.

Einige meiner Fotos wurden Monate oder sogar Jahre im Voraus geplant, in der Erwartung, dass sich alle Bedingungen erfüllen, die ich im Kopf habe.

Nur sehr selten erlebt man an einem außergewöhnlichen Ort das perfekte Licht im richtigen Moment, ohne es gesucht zu haben. Aber manchmal kommt es doch vor, und dann ist es ein unglaublicher Moment und man genießt ihn viel mehr als jedes geplante Foto.

Albufera – Comunidad Valenciana

 

Was willst Du mit Deinen Fotos vermitteln?

Ich möchte mit meinen Fotos immer die Gefühle weitergeben, die ich erlebe, während ich die Aufnahme mache: den Frieden, die Stille, die Wärme der letzten Sonnenstrahlen an einem Winternachmittag, das Rascheln der Blätter im Wind, das unglaubliche Gefühl der Weite, wenn man in den nächtlichen Sternenhimmel schaut.

Wenn es mir gelingt, diese Gefühle auch bei den Betrachtern meiner Fotos zu wecken, dann hat sich alles – das Vorbereiten, die Suche, das Warten – gelohnt.

 

Playa de Benijo – Tenerife

Lavendelfelder von Brihuega – Guadalajara

 

Gibt es für Dich einen Ort, den Du besonders schön findest?

Es fällt mir schwer, mich nur für einen einzigen Ort zu entscheiden. Glücklicherweise leben wir in einem unglaublichen Land mit wirklich wunderbaren Orten.

Wenn ich mich aber entscheiden müsste, wären es die Kanaren. Vielleicht deshalb, weil ich als Kind dort gelebt habe. Ihre Landschaften, das Licht, die Vulkane, die schwarzen Strände, die Wolkenmeere haben mich fasziniert und bezaubert. Ich werde es nie müde, jede einzelne Ecke zu fotografieren.

Auf der Liste von Dingen, die man im Leben einmal machen sollte, würde ich – neben “Nordlichter fotografieren“ – hinzufügen, den Himmel von Roque de los Muchachos in La Palma aus zu beobachten oder über einem Wolkenmeer spazieren zu gehen. Es ist ein wirklich unbeschreibliches Gefühl.

Sierra de Guadarrama – Comunidad de Madrid

 

Alle Fotos © Javier Martínez Morán.

Instagram (@j.martinezmoran) – Twitter (@jmartinezmoran)

 

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