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14. Apr 2016 Comments (0) Views: 1561 AKTIV, Allgemein, BUEN PROVECHO, Kunst, MENSCHEN, Regionen, Städte, ZIELE

Mérida – Gastronomische Hauptstadt Iberoamerikas

Mérida, die antike Römerkolonie in der Extremadura, besticht durch ihre vielen antiken Architekturen, denn seit rund 2000 Jahren ist sie ein florierendes Verwaltungszentrum. Da nimmt es nicht Wunder, dass die Stadt dieses Jahr mit neuen Aufgaben betreut wurde. Die Academia Iberoamericana de Gastronomía, ein 2009 gegründeter internationaler Verband für den Erhalt und die Förderung lokaler Kulinarien auf der iberischen Halbinsel sowie in Süd- und Mittelamerika, erklärte Mérida kürzlich zur „Iberoamerikanischen Hauptstadt der gastronomischen Kultur 2016“.

Damit ist Mérida nicht nur die politische Hauptstadt der Extremadura, sondern verwaltet auch die kulinarischen Güter der autonomen Region. Den Paprika etwa, der hier angebaut, getrocknet und gemahlen wird. Die Oliven, die auf den Hängen wachsen und zu Öl gepresst werden, in das wiederum der leckere Ziegen- und Schafskäse eingelegt wird. Der Extremadura entstammen diverse Fleischgerichte vom Rind, Schwein oder Wild. Heute können wir uns nicht entscheiden: Ziegleinragout oder Flussfisch? Schließen Ziegenkäse unseren Magen oder lieber Beerenfrüchte, und dazu einen Wein aus Trujillo?

Aber wir sind in Mérida und die hiesige Spezialität ist das Altertum. Unter anderem im antiken römischen Theater findet seit 62 Jahren jährlich in den Sommermonaten Juli und August das „Festival Internacional de Teatro Clásico“ statt: Veranstaltungen rund um das klassische Theater. Als Snack vorweg die Süßspeise Tecula Mecula (aus Mandeln und Ei) mit Sahne und einem Sherry. Als Nachspeise zu den Rundgängen durch antike Römerruinen: Pata-Negra-Schinken (vom schwarzen Schwein), der 38 Monate zur krönenden Spezialität der Region reift. Oder doch lieber einen Käse aus La Serena? Der wird nur aus der Milch von Merino-Schafen gewonnen. Man unterscheidet die unterschiedliche Reife von weich bis Torta. Letztere ist exquisit! Wir bevorzugen sie in ihrer leicht pikanten Anejo-Variante.

Doch ganz gleich, wofür wir uns (kulinarisch oder kulturell) entscheiden: es ist außergewöhnlich einmalig und beschert uns ausreichend Stoff für Geschichten für die zuhause Gebliebenen.

 

Bildnachweis:
Bilder v.o.n.u. © Turespana

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